Ein zeitloser Klassiker und dabei dennoch ein Werk, das jedes Mal neu elektrisiert: Das ist Bartóks 2. Violinkonzert – vor allem wenn es derart unter Strom gesetzt wird wie von Vilde Frang. Ein Kraftwerk ganz anderer Art: die letzte Sinfonie des klassischsten unter den Romantikern. Mit der 4. Sinfonie setzt Chefdirigent Alain Altinoglu seine Brahms-Reihe mit dem hr-Sinfonieorchester fort, mit der er den Komponisten von seiner transparenten, klanglich frischen Seite zeigt. Die Vierte nun: ein Werk wie ein Zauberwürfel, jeder Moment bringt neue Perspektiven, alles in ständiger Veränderung. Eine kluge Sinfonie ist das, und eine, bei der jedes Detail zählt. Wie anders kommt da Bartóks Violinkonzert über seine Zuhörer, vor allem das Finale: Rauschhaft, tänzerisch-wild, mit bukolischem Furor, dabei so perfekt auf die Möglichkeiten des Instruments abgestimmt – es ist nicht umsonst eines der meistgespielten und auch beim Publikum beliebtesten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts.
Piotr Anderszewski / Klavierabend
Elbphilharmonie, Hamburg
BARENBOIM - SAID AKADEMIE
Pierre Boulez Saal, Berlin
KONSTANTIN KRIMMEL & AMMIEL BUSHAKEVITZ Lieder von Brahms, Vaughan Williams und Mandyczewski
Pierre Boulez Saal, Berlin

