The Viola in My Life. Morton Feldman hat sich nie als Künstler verstanden, der mit großer Wucht oder anarchischer Geste die Avantgarde voranzutreiben suchte. Für Feldmans Kompositionen sind vielmehr extreme Reduktion, Stille, Tiefe und der Moment eines einzelnen Klangs charakteristisch. "Ich dränge die Klänge nicht herum. Ich lasse sie ihr eigenes Leben leben", so äußerte sich Feldman einmal zur Art seines Komponierens. Bereits als 25-jähriger wünschte er sich von den Musiker:innen, seine Stücke "soft as possible" zu spielen. Kaum einmal gibt es bei ihm einen Moment, in dem er ein "Fortissimo" von den Interpret:innen einfordert. All dies führt zu einem eigentümlichen Schwebezustand, man könnte sagen: zu einem "Slow-Motion-Gestus" in Feldmans Musik. Der Zyklus "The Viola In My Life", 1970/1971 entstanden, wirkt auf den ersten Blick vielleicht statisch, aber Feldmans Musik steckt voller Poesie und weckt das Bewusstsein für kleinste Veränderungen – ein Schwebezustand, der die Musik selbst zu einem ein- und ausatmenden Klangorganismus verwandelt. Ergänzt wird Feldmans Musik in diesem Linie 2-Konzert mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith und John Cage.
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